20 Stellen für Menschen mit Behinderungen bei Verbänden/Vereinen

DOSB LogoMenschen mit Behinderungen in hauptberufliche Positionen in Sportverbänden und -vereinen zu bringen und die Inklusion weiterzuentwickeln, das sind die Hauptziele eines Projektes des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Für jeweils zwei Jahre werden insgesamt 20 hauptberufliche Stellen als Inklusionsmanager/innen in einem Verband oder Verein geschaffen, die von Menschen mit Schwerbehinderung besetzt werden. Das neue Projekt startete zum 1. Juli. Die ersten Stellen sollen zum 1. Januar 2017 besetzt werden.

„Dass im gemeinnützigen Sport 20 Stellen geschaffen werden, ist ein Riesenerfolg und ein großer Schritt in die richtige Richtung“ sagte DOSB-Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung Gudrun Doll-Tepper. „Wir haben eine Win-win-Situation: Wir bringen Menschen mit Behinderungen in die Sportverbände und -vereine und diese können mit ihrer Expertise die Inklusion weiterentwickeln und gestalten.“

Der DOSB fühlt sich der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, wie er in seinem von der Mitgliederversammlung 2013 verabschiedeten Positionspapier und seiner Strategieplanung auch deutlich dargestellt hat. Das neue Projekt soll daher neben den Möglichkeiten im Sport auch die Teilhabe im Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen verbessern. Die behinderten Arbeitnehmer/innen sollen im Themenfeld Inklusion aktiv werden und werden zusätzlich durch Qualifikationsmodule und Fortbildungen weitergebildet. Das Projekt wird durch das BMAS gefördert.

Besondere Expertise wird genutzt
Die Idee, den Anteil von hauptberuflich tätigen Menschen mit Behinderungen in den Sportverbänden und –vereinen nachhaltig zu erhöhen und dadurch auch Inklusion noch besser umzusetzen, wurde von Anfang an von der AG-Inklusion des DOSB mitentwickelt. Der Deutsche Behindertensportverband, der Deutsche Gehörlosen-Sportverband und Special Olympics Deutschland werden über die vierjährige Projektzeit beratend zur Seite stehen und ihre besondere Expertise und ihre Netzwerke einbringen.

Mit diesem Projekt und der Arbeitsplatzgestaltung für Menschen mit Behinderung nutzt der gemeinnützige Sport besonders die Erfahrung der betroffenen Menschen. Sie werden als Expert/innen in eigener Sache zu organisatorischen und strukturellen Fragen sowie weiteren Bedürfnissen im Bereich der Menschen mit Behinderungen im Sport qualifiziert und stehen deutlich für die Umsetzung des Mottos „Nichts über uns – ohne uns!“.

Zum Projektstart hat der DOSB seine Mitgliedsorganisationen angeschrieben und Sportverbände und Sportvereine zur Bewerbung aufgefordert. Bis Mitte September sollen die zehn beteiligten Vereine oder Verbände feststehen, die dann die Stellen für die Sport- Inklusionsmanager/innen ausschreiben können. Die zweite Phase beginnt am 1. Juli 2018; Bewerbungen hierfür können nach einer weiteren Ausschreibung in der zweiten Jahreshälfte 2017 abgegeben werden. Weitere Informationen unter www.dosb.de/sport-inklusionsmanager.

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Veröffentlicht in: Sport

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