Inkontinenz: Aufklärungswoche mit großem Erfolg abgeschlossen

Deutsche Kontinenz Gesellschaft

Prof. Dr. Axel Haferkamp. Foto: Deutsche Kontinenz Gesellschaft

Wie jedes Jahr hat die Deutsche Kontinenz Gesellschaft auch 2016 in der letzten Juniwoche wieder deutschlandweit zu Aktionen zum Thema Inkontinenz aufgerufen. In diesem Jahr stand die World Continence Week (WCW) im Schatten der Europameisterschaft (EM), sodass einige Termine mit Rücksicht auf die Fußballübertragungen vorgezogen wurden. Dieses Sportereignis wurde in vielen Städten öffentlich übertragen, damit die Fans gemeinsam ihre EM-Elf anfeuern konnten: Doch was können Inkontinenz-Betroffene tun, wenn ihre Krankheit sie isoliert und von solchen Gemeinschaftserlebnissen ausschließt?

Welche Therapiemöglichkeiten es gibt, darüber informierten bundesweit 109 Veranstaltungen in 85 Städten Deutschlands. Im Diakonie-Klinikum Stuttgart fand die bestbesuchte Veranstaltung  mit über 220 Teilnehmern statt. Dicht gefolgt vom Alfried Krupp Krankenhauses Essen, das mit insgesamt 150 Teilnehmern an zwei Standorten unter anderem Schnupperkurse zum Thema „Praktische Beckenbodenübungen“ ermöglichte. Große Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern gab es auch in Berlin, Flensburg, Mönchengladbach, Bad Soden, Böblingen und Memmingen. Auch Patientenaktionen in den Fußgängerzonen deutscher Innenstädte sprachen das Thema Inkontinenz öffentlich an. In Speyer wurden die Passanten mit dem Titel: „Inkontinenz: Wir legen die Pfalz trocken“ aufmerksam gemacht.

„Diese große Resonanz zeigt deutlich, dass es noch immer hohen Aufklärungsbedarf gibt. Die WCW 2016 war wie jedes Jahr ein voller Erfolg. Rund 8.000 Besucher konnten offen ihr Leiden zur Sprache bringen und Therapiemöglichkeiten ausloten. Wichtig ist, sich nicht zu verstecken oder aus Scham zu schweigen“, sagt Prof. Dr. Axel Haferkamp, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik Universitätsmedizin Mainz und erster Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. Aufklärung und Behandlungsoptionen zeigen den Betroffenen, dass es Hoffnung gibt, bei der nächsten Weltmeisterschaft ein Teil der Public Viewing-Menge sein zu können.

Auch außerhalb der World Continence Week sind die durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft zertifizierten ärztlichen Beratungsstellen und Kontinenz- und Beckenboden-Zentren ein geeigneter Ansprechpartner. Die Adressen der über 1.300 ärztlichen Beratungsstellen und der 75 Kontinenz- und Beckenboden-Zentren stehen auf der Website der Deutschen Kontinenz Gesellschaft www.kontinenz-gesellschaft.de.

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Veröffentlicht in: Medizin

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