LWL beendet Fördermoratorium für Integrationsunternehmen

LWL Münning

LWL-Sozialdezernent Matthias Münning.
Foto: LWL

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Handwerkskammer Münster bauen ihre Zusammenarbeit bei der Beratung von schwerbehinderten Existenzgründern und Integrationsunternehmen aus. Dazu stellt der LWL für fünf Jahre insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe zur Verfügung. Das hat der LWL-Sozialausschuss jetzt in Münster beschlossen. Mit dem Zuschuss werden künftig 2,5 statt bisher 1,5 Fachberaterstellen finanziert. Die Ausgleichsabgabe müssen Unternehmen ab 20 Mitarbeiter zahlen, die keine oder zu wenig Menschen mit Behinderungen beschäftigen.
Hintergrund des Ausbaus: LWL-Sozialdezernent Matthias Münning rechnet damit, dass 300 bis 400 zusätzliche Arbeitsplätze in Westfalen-Lippe in neuen und bestehenden Integrationsunternehmen geschaffen werden können. „Da unser Integrationsamt aus einem Bundeprogramm in den kommenden Jahren 15 Millionen Euro zusätzlich für Integrationsunternehmen erhält, ist das Fördermoratorium vorläufig beendet“, so Münning weiter. „Deshalb wird es künftig pro Jahr rund 50 zusätzliche Beratungen durch die Handwerksammer geben.“
Der LWL unterstützt die Integrationsunternehmen nicht nur beim Aufbau sondern auch im Betrieb. „Die betriebswirtschaftliche Beratung der Handwerkskammer hilft, die in Integrationsunternehmen geschaffenen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu sichern“, so Münning. Die langjährige Zusammenarbeit habe sich bewährt, für das LWL-Integrationsamt und für weitere Drittmittelgeber sei die bei der Handwerkskammer aufgebaute Kompetenz zu einem wichtigen Bestandteil der Förderung von Integrationsunternehmen und Menschen mit Behinderung geworden.
Hintergrund
Die Handwerkskammer Münster begleitet Integrationsunternehmen und berät sie beispielsweise dann, wenn eine Krise droht oder wenn sie modernisieren oder erweitern wollen. In den vergangenen zwei Jahren hat die Handwerkskammer über 170 geplante und bestehende Integrationsunternehmen sowie 20 Integrations-abteilungen und neun schwerbehinderte Existenzgründer beraten. Außerdem unterstützen die Handwerkskammer und das LWL-Integrationsamt Westfalen die Integrationsunternehmen mit Schulungen und Seminaren zu Themen wie Unternehmensplanung, Vertriebskonzepte und Mitarbeiterführung.
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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