Medaillenmonat für Denise Schindler

Der Mai stand bei Para-Cyclerin Denise Schindler ganz im Zeichen von Medaillen. Am ersten Maiwochenende stand die Bayerische Meisterschaft an, bei der sie gleich zwei Goldmedaillen einfuhr. Eine Woche darauf bewies sie sich bei der Deutschen Meisterschaft und holte Gold im Zeitfahren und Silber im Straßenrennen. Höhepunkt des Monats war dann der Weltcup im belgischen Oostende von 20. bis 22. Mai.

Als erstes Rennen dort stand am Freitag das Zeitfahren an. Denise Schindler landete auf dem zweiten Platz, knapp hinter Jamie Whitmore aus den USA mit einem Abstand von 11,5 Sekunden. „Es war eine sehr kurvige Strecke und die Straße war nass vom Regen. Daher habe ich in diesem Rennen die Führung abgegeben und bin auf Nummer sicher gegangen“, erklärt Denise Schindler.

Zeitfahren Denise Schindler Ziel

Am Sonntag trat Denise dann beim Straßenrennen an. Glücklicherweise konnten die Para Cyclerinnen diesmal auf trockener Strecke starten und so fuhren Denise Schindler, Jamie Whitmore und Megan Giglia (Großbritannien) recht schnell an die Spitze. In Teamarbeit haben dann Denise und ihre amerikanische Mitstreiterin Jamie die Lücke zu Megan ausgebaut und es entschied sich dann im Zielsprint: Denise trat in die Pedale, fuhr acht Sekunden vor der US Sportlerin ins Ziel und holte damit Gold. Mit diesem Sieg ist Denise Schindler aktuell Weltcup Führende.

Beim Weltcup war die internationale Top-Konkurrenz vertreten und ihr gutes Abschneiden gibt ihr Aufwind für die Paralympischen Spiele in Rio. „Die Rennen waren ein guter Formtest für Rio und ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich zurücklehnen kann. Ich bin super motiviert und die nächsten Wochen liegt mein Fokus nur auf den Paralympics – trainieren, trainieren und nochmals trainieren“, sagt Denise Schindler. Die Radsportlerin hat alle nötigen Qualifikationskriterien erfüllt und blickt der Nominierung für die Paralympischen Spiele am 30. Juli positiv entgegen.

Als Zweijährige kam Denise Schindler in Chemnitz bei Eis und Schnee unter eine Straßenbahn, woraufhin ihr der rechte Unterschenkel amputiert werden musste. Seit 2010 ist Schindler als Leistungsradsportlerin aktiv, wurde schon im Jahr darauf Weltmeisterin im Straßenrennen und entschied die Gesamtwertung des Weltcups für sich. 2012 gewann sie den Weltcup erneut und errang bei den Sommer-Paralympics in London die Silbermedaille im Straßenrennen. Zuletzt holte Schindler bei der UCI-Bahnweltmeisterschaft Gold in der Einerverfolgung.

AWS/PM/Foto: Sona Jezkova

 

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