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RehaTreff Archiv |
 |  |  | Ausgabe: 2008-4 |  |  |  |
 Inga Reichelt
Ein kunterbuntes Jahr liegt hinter mir …
… und ich weiß gar nicht, mit welchen Eindrücken ich anfangen soll. Die Zeit war unbeschreiblich. Meine Schule liegt im trockenen New Mexico, an der 200 Schüler aus 85 Ländern zusammen leben und lernen.
12 United World Colleges (UWC) weltweit bringen jedes Jahr über 3.000 Schülerinnen und Schüler aller Nationalitäten, Kulturen und gesellschaftlicher Schichten zusammen. Gemeinsam leben und lernen sie die UWC-Ideale von Toleranz, sozialer Verantwortung und humanitärem Engagement, von Frieden und Armutsbekämpfung. Die heute siebzehnjährige Inga Reichelt begann vor einem Jahr, am UWC in den USA zu lernen (Sie berichtete darüber für den RehaTreff 3/07). Jetzt erzählt sie, wie es ihr dort ergangen ist.
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Die Paralympics sind angekommen
Gute oder schlechte Spiele - Zeit für eine persönliche Bilanz
Endlich, mag man denken, sind die Paralympics dort angekommen, wo sie hingehören. Sie sind zum Mega-Ereignis geworden. Das zeigt allein schon die Tatsache, dass die Fernsehsender ARD, ZDF und Eurosport über 100 Stunden von dem Ereignis berichteten. Zur Erinnerung, bei den Spielen vor vier Jahren in Athen waren es gerade einmal läppische 12 Stunden. Allerdings war es ein langer und steiniger Weg. Die ersten Spiele für Behinderte gab es schließlich schon 1960 in Rom.
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 Norman Nüßler
Schädelakupunktur gegen Schmerz und Spastik
Norman Nüßler verzieht das Gesicht, als Dr. Friedrich Molsberger nach druckschmerzhaften Punkten an seinem Hals tastet. Dann setzt der Arzt eine Akupunkturnadel und Nüßler beginnt sich allmählich zu entspannen. Der Tetraplegiker kommt regelmäßig zur Schädelakupunktur, sie tut ihm gut.
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Rollstuhl-Rugby in Argentinien
Die aufrechten Sechzehn
Wie bringt man für einen Sport, in dem es landesweit gerade mal sechzehn Aktive gibt, eine Nationalmannschaft zusammen? Argentiniens Quad-Rugby-Spieler hoffen und träumen.
Körper und Beine sind am Stuhl festgezurrt. Die Handschuhe werden noch mit Klebeband getaped. Beim Griff in die Reifen sollen sie nicht abrutschen. Die Rollstuhl-Rugbyspieler bereiten sich auf ihren Einsatz vor. Sechzehn Aktive gibt es in Argentinien. Heute ist Spieltag, acht sind gekommen. „Das reicht für zwei Mannschaften“, sagt Juan. Namen haben die Mannschaften keine, „dafür müssen wir untereinander zu oft wechseln.“
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 Barbara Erdrich
Lebensträume entwickeln und verwirklichen
Der Sport spielt eine wichtige Rolle im Leben von Barbara Erdrich. Nachdem sie viele Jahre aktiv Rollstuhlbasketball gespielt hat, investiert sie heute ihre Zeit in den Nachwuchs. Als Übungsleiterin trainiert sie Kinder und Jugendliche in einer Rollisportgruppe und das in einem ganz „normalen“ Sportverein. Denn den Verantwortlichen liegt die Integration von Menschen mit Behinderungen in das Vereinleben am Herzen. Barbaras neustes Projekt ist ein integrativer Spielplatz: „Spielen für alle“.
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Brüssel: Willkommen im Chaos
Zu Muscheln gehören Pommes Frites als Beilage, Bier wird mit Kirschen gebraut, und Comic-Helden gibt’s nicht nur im Heft am Kiosk, sondern überlebensgroß an Hauswänden. Kein Zweifel, wir sind in Belgien, und zwar in der Hauptstadt des Königreiches.
Das Stichwort Brüssel weckt Assoziationen. Dass Brüssel die Hauptstadt Belgiens ist, ist hinlänglich bekannt. Weit mehr Erwähnung in den Medien bringt der Metropole ihr Status als Europahauptstadt ein, und deshalb nimmt bei den Assoziationen in den Köpfen der meisten Menschen die Bürokratie einen ziemlich prominenten Rang ein. Schade eigentlich, denn man kann die charmante Stadt im Herzen des Dreisprachenstaates über weit erfreulichere Dinge definieren. Dass die Sache mit der Europabürokratie ohnehin gerne etwas zu hoch aufgehängt wird, gehört in eine andere Geschichte. Mein Reiseziel für einen viertägigen Kurztrip hatte ich nach anderen Kriterien ausgewählt. Ich habe ein Faible für Städte mit Geschichte, schätze anspruchsvolle Küche, liebe sowohl die flämische als auch die französische Kultur, und gehöre zur Minderheit der bekennenden Belgien-Fans in meinem Heimatland.
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