By Februar 27, 2014 0 Comments Weiterlesen →

Rolling Chocolate gewinnen gegen Hannover United

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Den Rolling Chocolate gehört die Zukunft! Spieler wie der erst 16 jährige Pointguard der Heidelberger Nico Dreimüller (hier gegen Hannovers Tan Caglar), der im Schnitt 7,1 Punkte pro Spiel erzielte, machen schon jetzt viel Freude. (Foto: Werner Schorp)

Mit einem beeindruckenden 85:56- Sieg im letzten Saisonspiel, zeigten die Kirchheimer gegen Hannover United nicht nur ihre mit Abstand beste Leistung in der 1. Rollstuhlbasketball- Bundesliga 2013 / 2014 sondern auch faszinierend schnellen und absolut erstligareifen Zauberbasketball. Schon zu Beginn der Partie der beiden Auf- und Absteiger wurde deutlich, wer an diesem Tag das Zepter in der Hand halten sollte. In der 3. Minute verwandelte Center Johannes Ernst via Schnellangriff und Korbleger zum 6:2 für Heidelberg. Nachwuchstalent Leon Schöneberg schraubte die Führung anschließend mit starken 9 Punkten gar auf 22:13 nach dem 1. Viertel.

Auch im 2. Viertel dominierten die Heidelberger klar das Spiel. Das Team von Trainer Marco Hopp holte sich so gut wie jeden Rebound, was die Statistik (34/18 für HD) eindrucksvoll belegt. In der Ofense brannten die Rolling Chocolate zudem ein wahres Rollstuhlbasketball- Feuerwerk ab und setzten sich mit einem 12:4-Lauf bereits vor dem Seitenwechsel deutlich ab. Heidelbergs Mannschaftskapitän André Hopp erzielte allein 12 seiner am Ende alles überragenden 31 Punkte im zweiten Spielabschnitt. Somit konnten sich die Neckarstädter unter dem Jubel des begeisterten Heidelberger Publikums bereits bis zum Pausentee eine mehr als passable 47:23- Führung erspielen.

Nach dem Pausentee legten die Rolling Chocolate erneut los wie die Feuerwehr und verzauberten das Publikum mit atemberaubenden Ballstafetten und Zauberpässen über das gesamte Spielfeld. Das Team vom Neckar spielte sich so den kompletten Frust der verkorksten Saison von der Seele. Der pfeilschnelle Flügelflitzer Thomas Gumpert zeigte dabei mit 10 Punkten seine beste Saisonleistung. Als der erst 16- jährige Pointguard der Kirchheimer Nico Dreimüller zum 62:30 verwandelte (27. Minute) und damit für die Vorentscheidung sorgte, standen die rund 350 Zuschauer im SZ Süd Kopf. Zudem kamen alle SpielerInnen der Rolling Chocolate beim Saisonfinale zum Einsatz und die Trefferquote des gesamten Teams war mit 59 % aus dem Feld fast doppelt so hoch, wie in den meisten Partien zuvor. Am Ende des 3. Viertels führten die Kirchheimer hochverdient mit 65:30.

Im 4. Viertel folgte dann die Kür. Mit spektakulären Aktionen unter dem Korb des Gegners, qualmenden Reifen und ihrem einzigartigen leidenschaftlichen Kampf- und Teamgeist brannten sich die Rolling Chocolate noch einmal tief in die Herzen ihres Heidelberger Publikums. Mit 85:56- gewannen die Rolling Chocolate nicht nur deutlich die Partie gegen die Füchse von Hannover United, sondern zeigten zudem klar auf, dass sie als Aufsteiger aus dem Süden 2013 / 2014 weit die Nase vorne hatten, auch wenn beide Mannschaften nun den schweren Gang zurück in die Zweitklassigkeit antreten müssen.
Nach dem Spiel lobte Trainer Hopp die herausragende Leistung von Leon Schöneberg und André Hopp, die beide den Sprung unter die Top Ten der besten Scorer dieser Saison (Platz 4 und 6) in der „stärksten Liga aller Zeiten“ geschafft hatten.

„Wir werden alles daran setzen, dass wir wieder die „Macht vom Neckar“ vergangener Tage werden und ganz oben angreifen können. Mein Team hat heute einmal mehr bewiesen, dass ihm die Zukunft gehört und dass es Rollstuhlbasketball wie von einem andren Stern spielen kann…“, gab Heidelbergs Headcoach Marco Hopp zudem nach gelungenen Saisonfinale, optimistisch gestimmt, zu Protokoll.

Bevor sich die Rolling Chocolate aber nach ihrer harten Saison in der 1. RBBL endgültig aus dem Spielbetrieb in die Sommerpause verabschieden, haben sie noch ein gemeinsames großes Ziel: Das Final Four im DRS- Pokal vom 29.03 – 30.03.2014 im thüringischen Elxleben! Dort will man am Finalwochenende nochmals die Topmannschaften aus Wetzlar, Gotha und Frankfurt ärgern und zeigen, dass man auch als Absteiger absolut erstklassigen Rollstuhlbasketball aufs Parkett zaubern kann.

Für Heidelberg spielten:
Hopp (31), Schöneberg (24), Gumpert Th. (10), Dreimüller (9),
Ernst (5), Hammerschmidt (4), Gumpert Ch. (2), Scherke, Schorp, Wilke.
Für Hannover spielten:
Kluck (23), Caglar (13), Müllers (10), Sadler (7), Möllenbeck (2), Schröder (1), Gößling, Seyrl

Abschlusstabelle der 1. Rollstuhlbasketball- Bundesliga:

 
  Team

Pkte

Körbe

+/-

Sp

1.

RSV Lahn-Dill

36 : 0

1454 : 906

548

18

2.

RSC Rollis Zwickau

28 : 8

1340 : 1127

213

18

3.

Oettinger RSB Team

26 : 10

1395 : 1079

316

18

4.

Goldmann Dolphins Trier

22 : 14

1325 : 1186

139

18

5.

BG Baskets Hamburg

20 : 16

1243 : 1226

17

18

6.

Mainhatten Skywheelers

18 : 18

1212 : 1194

18

18

7.

Köln 99ers

14 : 22

1064 : 1209

-145

18

8.

Roller Bulls

10 : 26

1036 : 1313

-277

18

9.

Rolling Chocolate Heidelberg

  6 : 30

1038 : 1336

-298

18 

10.

Hannover United

  0 : 36

924 : 1455

-531

18

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Veröffentlicht in: Sport

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