“Bayern wird bis 2023 barrierefrei”

Barierrefreiheit Bayern

Emilia Müller. Foto: Bayerisches Staatsministerium

Der europaweite Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai stand in diesem Jahr in Bayern unter dem Motto „Bayern barrierefrei: IMMER. FÜR ALLE. ÜBERALL.“. Für Bayerns Sozialministerin Emilia Müller ist ein barrierefreies Bayern ein zentrales Vorhaben: „Die Staatsregierung hat sich das Ziel gesetzt, dass Bayern bis 2023 im gesamten öffentlichen Raum komplett barrierefrei wird. Barrierefreiheit ist dabei mehr als nur rollstuhlgerecht. Es geht nicht nur um den Abbau von baulichen Barrieren und den uneingeschränkten Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch um die gleichberechtigte akustische und visuelle Nutzbarkeit von Systemen der Informationsverarbeitung. Um sich ohne fremde Hilfe orientieren zu können, benötigen beispielsweise blinde und sehbehinderte Menschen taktile und gut erkennbare Bahnsteigkanten und akustische Signale bei allen Ampeln, Menschen mit Hörbehinderung Untertitelungen und Induktionsschleifen, Menschen mit kognitiven Einschränkungen umfassende Informationen in leichter Sprache. Davon profitieren alle – behinderte und nicht behinderte Menschen“, so Müller und ergänzte: „Mein Haus führt derzeit eine flächendeckende Bestandsaufnahme durch, wo Bayern schon barrierefrei ist und wo noch nicht. Im Anschluss daran wird das Kabinett über ein Sonderinvestitionsprogramm entscheiden. Dabei wird sicherlich die Höhe der eingesetzten Mittel auch ein Gradmesser für das Ausmaß unserer Bemühungen sein.“

„Getreu dem Motto: ‚Nichts über uns ohne uns‘ werden wir auf dem Weg zu einem barrierefreien Bayern alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen mit einbeziehen, insbesondere über den Landesbehindertenrat und die Behindertenverbände, die Menschen mit Behinderung, das Forum Soziales Bayern, die Behindertenbeauftragte der Staatsregierung sowie die Kommunen und die Wohlfahrtspflege. Sie alle sind Experten in eigener Sache und werden sicher weitere wertvolle Anregungen geben“, so Müller abschließend.

Informationen zur Bayerischen Behindertenpolitik erhalten Sie unter www.stmas.bayern.de/behinderung

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