By Juli 16, 2014 0 Comments Weiterlesen →

WM Sportschießen beginnt am Freitag in Suhl

Friedhelm Julius Beucher, Präsident. Foto: DBS

Friedhelm Julius Beucher, Präsident. Foto: DBS

Am kommenden Freitag, den 18. Juli beginnt in Suhl (Thüringen) die Weltmeisterschaft Sportschießen. Es werden 268 Athleten aus 55 Nationen erwartet und die deutsche Mannschaft um Cheftrainer Rudi Krenn macht sich berechtigte Hoffnungen auf Medaillen. DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher, der die WM am Freitagabend eröffnen wird, freut sich auf spannende Wettkämpfe vor heimischem Publikum. Sein Grußwort lesen Sie hier:

 

„Der ideale Ort, um Weltmeisterschaften im Sportschießen auszutragen, ist Suhl. Nicht zufällig wird Suhl „die Waffenstadt im Thüringer Wald“ genannt, nicht zufällig heißt das Webportal „Suhltrifft“. Diese Stadt hat eine jahrhundertelange Tradition im Waffengewerbe und in der Waffenkunst. Hier sind wir richtig. Diese Weltmeisterschaften der Sportschützen mit Behinderung finden genau zwischen Paralympischen Spielen 2012 in London und den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro statt. Für die einen ist es also ein Nachweis, zur Weltspitze zu gehören, für die anderen ein Sprungbrett in die Weltklasse.

268 Sportschützen aus 55 Nationen reisen nach Suhl und nehmen an der Weltmeisterschaft teil, die unter dem einprägsamen Titel „2014 IPC Shooting“ läuft. Sie alle wollen nicht nur beweisen, dass sie ihre Sportart beherrschen, sondern auch zeigen, welche Entwicklungen im Schießsport der Behinderten möglich und absehbar sind. Alle, die diesen Sport ausüben, wissen, dass Erfolge auf einer Mischung aus Konzentration und Präzision, aus Disziplin und Mannschaftsgeist, auf Trainingsfleiß, technischem Verständnis und Können beruhen.

Diese Weltmeisterschaften werden nicht nur der Stadt Suhl und ihrem thüringischen Umfeld, sondern einer weiteren interessierten Öffentlichkeit beweisen, was Menschen mit Behinderung zu leisten vermögen. Schießen mit Pistole und Gewehr im Behindertensport ist mindestens ebenso anspruchsvoll wie für Nichtbehinderte. Es werden die gleichen Waffen verwendet und es gelten dieselben Regeln – ein gutes Beispiel also für Gleichrangigkeit nichtbehinderter und behinderter Menschen.

Die Bedingungen im modernen Schießsportzentrum in Suhl sind erstklassig. Barrierefreie Zugänge sind vorbildlich. Die Stadt Suhl hat sich als sympathische und großzügige Gastgeberin erwiesen. Unzählige Betreuer/innen sowie freiwillige Helfer/innen werden die Suhler Tag für alle Teilnehmenden zu einem unvergesslichen Höhepunkt werden lassen.

Wie bei allen Top-Ereignissen dieser Art wird uns erneut vor Augen geführt, welche Eigenschaften erforderlich sind, damit wir den alltäglichen Umgang der Mehrheit der Nichtbehinderten mit der Minderheit der Menschen mit Behinderung erlernen. Der Weg zu dieser mit dem Fachbegriff „Inklusion“ beschriebenen Einsicht ist noch lang. Verständnis und Toleranz müssen erst wachsen. Die Tage von Suhl werden dazu einen gewichtigen Beitrag leisten.

Meinen persönlichen Dank möchte ich denjenigen aussprechen, die viel Zeit und Energie darauf verwendet haben, diese Weltmeisterschaft auszurichten und sie zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Ebenso wie dem Bundesministerium des Innern und dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit für ihr Engagement.

Mit dieser Zuversicht und in Erwartung spannender Wettkämpfe auf Weltniveau sehe ich dem „2014 IPC Shooting“ in Suhl entgegen.“

 

Weitere Informationen unter: http://www.paralympic.org/suhl-2014

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Veröffentlicht in: Sport

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